Gaumennahterweiterung

Die forcierte Gaumennahterweiterung stellt eine sehr effiziente Möglichkeit dar, um den Oberkiefer nach rechts und links zu erweitern. Die klassische Indikation ist ein sogenannter Kreuzbiss, d.h. der Unterkiefer ist an irgendeiner Stelle breiter als der Oberkiefer. Bei dieser Form der Therapie macht sich der Kieferorthopäde zu nutze, dass die beiden Oberkieferhälften entwicklungsgeschichtlich zwei getrennte Knochenanteile darstellen, die sich erst im Laufe der Jahre in der Mitte des Oberkiefers knöchern vereinigen.

Je jünger der Patient, desto einfacher kann der Spalt zwischen den beiden Knochenanteilen erweitert werden, um so rasch den Oberkiefer zu verbreitern. Die Gaumennahterweiterunsapparatur gibt es in vielen Variationen, beispielsweise als geklebte Kunststoffschiene (wie im Bild dargestellt) oder aus Metall gelötet und an bestimmten Zähnen festzementiert. Die Wirkungsweise ist jedoch immer sehr ähnlich: Über eine Schraube, die in der Regel 2x pro Tag insgesamt über 10-14 Tage aktiviert wird, wird Druck auf beide Oberkieferhälften ausgeübt und so letztendlich der Spalt an der Nahtstelle beider Knochen erweitert. Insgesamt bleibt die Apparatur ca. 3 Monate im Mund, damit gewähleistet wird, dass der Spalt wieder mit Knochen "aufgefüllt" wird, damit das Behandlungsergebnis stabil bleibt.

Oft wird die Gaumennahterweiterung in Kombination mit einer sogenannten Gesichtsmaske verwendet: Dies ist dann sinnvoll, wenn der Oberkiefer nicht nur verbreitert, sondern auch nach vorne bewegt werden soll, z.B. bei einem sogenannten frontalen Kreuzbiss.



 

Gaumennahterweiterung Kieferorthopädie

Unsere Praxis App

Bitte beachten Sie auch unsere App im Apple Store

Zum Seitenanfang